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Ich heiße Eileen und bin am 3.08.1988 in Berlin geboren und seitdem 17.07.2007 mit meinem Verlobten Marcel ein Paar. Wir haben zwei wundervolle Söhne, unser erstgeborener heißt Cyrus-Jay (23.12.2008) und unser zweitgeborener heißt Jean-Luca (26.09.2012). Ich nenne sie immer liebevoll “Meine Prinzen”.

Eines schönen Tages hatte ich so ein Gefühl, das was geschehen war. Ich sagte zu meinem Verlobten, ich denke, wir bekommen noch ein Baby und das genau wie unser ältester, am 23.12.! Wir sahen uns an und lachten.

Circa 4 Wochen später holte ich aus Spaß einen Schwangerschaftstest und es stand dann wirklich “Schwanger” darauf. Ich schüttelte ihn noch mal in der Hoffnung, es käme noch ein Strich dazu, aber es war nicht so. Also es war wahr, wir sollten noch ein Baby bekommen.

Eigentlich war noch kein weiteres Kind geplant, denn wir hatten andere Pläne, aber es kommt ja meistens anders als man denkt. Wir hatten lange mit den Gedanken und Gefühlen gekämpft, ob wir es behalten wollten. Es dauerte eine Weile, aber schließlich freuten wir uns auf unseren Nachwuchs.

Es vergingen Wochen und Monate

Ihr glaubt es nicht, ich war bei meiner Frauenärztin und was soll ich sagen, meine Vorahnung traf ein, der errechnete Geburtstermin sollte tatsächlich am 23.12. sein. Das musste ich natürlich gleich meinem Verlobten erzählen und er war baff. Unser Großer ist ja auch am 23.12. geboren und nun ist der zweite Jay unterwegs, dachte ich so bei mir. Das war lustig.

Und das Baby wurde immer aktiver

Die Schwangerschaft verlief soweit ganz normal. Dann sah man auch was es wird, wieder ein “Junge”. Wir dachten uns “Egal”, Hauptsache Gesund.

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Ultraschall

In der 21. Schwangerschaftswoche war dann endlich die Feindiagnostik und ich war so aufgeregt. Das ist immer spannend, weil man das Baby so schön groß sehen kann und vor allem, ob es Gesund ist. Eine gute Freundin und mein jüngster Sohn begleiteten mich, durften aber leider nicht mit hinein. Also musste ich allein ins Sprechzimmer. Es war wunderschön, ihn in Farbe zu sehen.

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Feindiagnostik

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Als die Untersuchung beendet war, sagte mir meine Ärztin ” Wir müssen uns nochmal unterhalten”. Es war so komisch, ich bekam ein ungutes Gefühl und Angst. Was ist mit meinem Baby?

Sie sagte mir, mein Sohn hätte ein Kletterfuß rechts und einen verdrehten Fuß links. Da habe ich mir gedacht “Okay, das bekommen wir hin, da kann man was machen”.
Aber dabei sollte es nicht bleiben!

Die nächste Nachricht! Man sagte mir, meinem Sohn fehlt am linken Bein das Schienbein. Ich war geschockt, einfach sprachlos. Ich hatte ja auch erstmal keine Ahnung, wie ich mir das Vorstellen sollte. Ich habe um mich herum nichts mehr gehört, obwohl meine Ärztin den Mund bewegte, realisierte ich nichts mehr, ich war in einer anderen Welt. Als ich aus dem Sprechzimmer kam, stand meine Freundin im Flur und ich musste lachen ( wahrscheinlich eine Schockreaktion). Meine Freundin fragte “Was denn, doch ein Mädchen? “, weil wir eventuell mit einem Mädchen gerechnet hatten, aber man uns ja sagte, es sein ein Junge, da brach ich dann doch in Tränen aus. Wir riefen dann gemeinsam meinen Verlobten an und es war, als riss man uns den Boden unter den Füßen weg.

Viele Tage haben wir geweint, auch die Familie war etwas geschockt. Alle fragten sich woher das nur kommt, denn in unserer Familie ist so etwas nie vorgekommen. Meine Mama (sprich die Oma) ist sehr gut damit umgegangen, sie hat uns Mut gemacht und sie meinte “Wir schaffen das” !

Viele Gespräche wurden geführt.Es wurde dann auch noch ein Downsyndrom vermutet. Also wurde eine 2. Feindiagnostik angeordnet, meine Mama begleitete mich und der Arzt nahm sich wirklich 2 Stunden Zeit für uns. Es wurde ganz genau geschaut und gemessen, aber ein Downsyndrom bestätigte sich dann zum Glück nicht. Das mit dem Bein bestätigte der Arzt. Genaue Untersuchungen würden aber nach der Geburt folgen.

Es vergingen noch einige Monate und wir machten uns immer noch Gedanken, Wieso Weshalb und Warum uns das gerade passiert ist, da ja die anderen beiden Jungs von uns ganz Gesund sind. Ich muss auch ehrlich sagen, ich dachte schon, wir würden für irgendwas bestraft werden. Aber mit der zeit arrangierten wir uns damit und wollten uns der Herausforderung stellen, zumal wir auch genau wussten, das unsere ganze Familie hinter uns steht und hilft.

Aber jetzt wird’s eng

Aufgrund der Situation, das unser Baby nun nicht ganz Gesund auf die Welt kommen wird, beschloss der Arzt, das man unseren kleinen schon am 16.12. holen möchte.Es sollte auch noch ein Kinderarzt dabei sein.

Zitat:
“Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht” Chinesische Weisheit

 

Wie es weiter geht, erfahrt Ihr hier!