Foto: djd/Deutsche Kinderkrebsnachsorge

Große Hilfe für kleine Kämpfer

25 Jahre Deutsche Kinderkrebsnachsorge: Neue Projekte für chronisch kranke Kinder

Seit 25 Jahren steht die Deutsche Kinderkrebsnachsorge schwerkranken Kindern und ihren Familien beim Kampf gegen Krebs, Herzkrankheiten und Mukoviszidose zur Seite. Zum Jubiläum wirbt die Stiftung mit einer bundesweiten Kampagne um Spenden für neue Projekte.(djd).

Antrieb und Motivation für engagierte Menschen

Viele tausend Kinder in Deutschland sind schwer krank und gleichzeitig unfassbar tapfer: Sie sagen ihrer Diagnose den Kampf an. Vanessa ist eines dieser Kinder – in der Nachsorgeklinik in Tannheim im Schwarzwald-Baar-Kreis kämpft sie sich gemeinsam mit ihren Eltern erfolgreich zurück ins Leben. Das fröhliche Mädchen ist gerade einmal fünf Jahre alt, als für sie und ihre Familie die Welt zusammenbricht: In ihrem Körper wird ein bösartiger Nierentumor entdeckt. Es folgen zwei schwere Operationen, schmerzhafte Chemotherapien und zahllose Tränen. Vanessa verliert eine Niere, ihre Haare und die Hälfte ihres Gewichts, nur eines nicht: ihren Mut. Es sind die Geschichten von Vanessa und vielen anderen Kindern, die auch heute noch – 25 Jahre nach Gründung der Stiftung – Antrieb und Motivation für die unzähligen engagierten Menschen rund um die Vorstandsmitglieder Roland Wehrle und Sonja Faber-Schrecklein sind.

Im Einsatz für die familienorientierte Rehabilitation

“Ziel bei der Stiftungsgründung 1990 war es, eine eigene Klinik zu realisieren”, erklärt Klinik-Geschäftsführer und Stiftungsvorstand Roland Wehrle. “Klar war allerdings, dass es nicht ohne Spendengelder gehen wird.” Die Deutsche Kinderkrebsnachsorge stellte bis heute fast zwölf Millionen Euro für den Bau und die Weiterentwicklung der Nachsorgeklinik Tannheim zur Verfügung, um sie den neuesten medizinischen Erfordernissen anzupassen. Hinzu kommen rund 650.000 Euro an jährlichen Aufwendungen, um das zu 100 Prozent belegte Haus zu führen, da die Pflegesätze der Kostenträger bei weitem nicht ausreichen. Doch nicht nur in Tannheim wird geholfen: “Seit 2008 unterstützt unsere Stiftung auch die Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg und fördert bundesweit die familienorientierte Rehabilitation”, so Wehrle. “Die beiden Kliniken würde es ohne die Stiftung nicht geben”.

 
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Foto: djd/Deutsche Kinderkrebsnachsorge

Neue Spenden für neue Projekte in Baden-Württemberg und Brandenburg

“Wir haben in den vergangenen 25 Jahren viel erreicht”, sagt Wehrle, “aber es gibt noch viel zu tun”. Ein neues Projekt steht konkret an: Um betroffene Familien über eine Rehabilitation hinaus zu unterstützen, ermöglicht ihnen die Deutsche Kinderkrebsnachsorge einen kostengünstigen Urlaub in den stiftungseigenen Ferienappartements in Tannheim. “Hier können Familien gemeinsam eine Auszeit vom Alltag nehmen und neue Kraft schöpfen”, so Wehrle. Damit künftig noch mehr Patienten mit ihren Eltern und Geschwistern dieses Angebot annehmen können, wird es mit einem barrierefreien Neubau auf dem Klinikgelände erweitert. Zwei Millionen Euro wird dieser Anbau kosten, für den die Deutsche Kinderkrebsnachsorge einen Zuschuss von 500.000 Euro zur Verfügung stellt. Aber auch für die Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg benötigt Roland Wehrle Unterstützung: “Damit die familienorientierte Rehabilitation in Ostdeutschland erhalten bleibt, setzen wir uns für den Bau einer neuen Nachsorgeklinik ein, die in Strausberg bei Berlin realisiert werden soll.”

Spendenkonto: Sparkasse Schwarzwald-Baar, IBAN DE41694500650000005000, BIC SOLADES1VSS, Stichwort “Kampfansage”.

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