Ganz nah beim kranken Schützling

Eltern schwer kranker Kinder können Unterkunft in kliniknahen Häusern finden

Die Anwesenheit von Mutter, Vater und Geschwistern kann den Heilungsprozess sehr fördern. Foto: djd/McDonald’s Kinderhilfe Stiftung

Wenn ein schwer erkranktes Kind in einem Krankenhaus fern von Zuhause stationär behandelt werden muss, kann die Anwesenheit von Mutter und Vater den Heilungsprozess sehr fördern. Die Eltern oder zumindest ein Elternteil sollten auch deshalb am besten ganz nah beim kranken Schützling sein, weil der Aufenthalt in der Klinik oft die erste Trennung von den Eltern und der gewohnten Umgebung bedeutet. (djd)

Die Eltern oder zumindest ein Elternteil sollten auch ganz nah beim kranken Kind sein, weil der Aufenthalt in der Klinik häufig die erste Trennung von den Eltern und der gewohnten Umgebung bedeutet. Foto: djd/McDonald’s Kinderhilfe Stiftung

Kliniknahe Unterkünfte für Eltern bedürftiger Kinder

Einige deutsche Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen bieten Rooming-in für Eltern an, diese können dann im Krankenzimmer des Kindes oder im Zimmer nebenan übernachten. Hier gibt es aber häufig Altersgrenzen, auch die Kostenübernahme wird von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich gehandhabt. Die Alternative sind kliniknahe Unterkünfte und Einrichtungen, wie sie etwa von der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung betrieben werden. Damit werden schwer kranke und bedürftige Kinder und ihre Familien unterstützt.

Die Schnellrestaurant-Kette und ihre Franchise-Nehmer engagieren sich seit jeher vielfältig, sei es in Form von Direkthilfen vor Ort oder über Spenden. Ein Beispiel ist die jährliche Trostpflaster-Aktion. Auch in diesem Jahr können die Gäste im Aktionszeitraum vom 22. September bis zum 12. Oktober in den Restaurants in Deutschland und Luxemburg die Pflasterbriefe mit je drei von acht Family-Motiven für einen Euro erwerben und Pflaster sammeln. Der Reinerlös von 84 Cent kommt der Kinderhilfe Stiftung zugute. Patin der Aktion ist in diesem Jahr Deutschlands bekannteste Blondine, TV-Star und Buchautorin Daniela Katzenberger.

Das erste Haus der Stiftung entstand vor 25 Jahren in Kiel, heute können Familien bundesweit in 22 Häusern ein “Zuhause auf Zeit” in der Nähe von Spezialkliniken finden. Um die rund 6.500 Familien, die das Angebot jährlich nutzen, kümmern sich 800 Ehrenamtliche. Zusätzlich bilden fünf “Oasen” in Kinderkliniken Rückzugsorte im Klinikalltag für jährlich mehr als 7.000 Familien mit ambulanten Patienten. Mehr Informationen: www.mcdonalds-kinderhilfe.org

Es gibt insgesamt acht “Trostpflaster”-Family-Motive – jeweils drei davon in einem Pflasterbrief – mit Indianer-, Einhörner- oder Blumenmotiven. Wer sie sammelt, hilft zugleich schwer kranken Kindern und ihren Familien. Foto: djd/McDonald’s Deutschland Inc.

Die Entstehung der kliniknahen Häuser

Die Ronald McDonald-Häuser als kliniknahe Unterkünfte für die Eltern schwerkranker Kinder gehen auf das Schicksal der Familie des US-Footballspielers Fred Hill zurück. Dessen Tochter Kim erkrankte 1973 an Leukämie. Während ihres wochenlangen Überlebenskampfes im Krankenhaus erkannten ihre Eltern, wie notwendig eine Unterbringungsmöglichkeit für betroffene Eltern in Kliniknähe ist. Fred Hill rief nach der Genesung seiner Tochter gemeinsam mit Mitspielern zu einer Spendenaktion auf – diese wurde dann von Ray Kroc, dem Gründer der Schnellrestaurant-Kette, unterstützt. (djd)

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